(APT) beschreibt eine Methode fr die Bestimmung derEigenkapitalkostenund die erwartete Rendite vonWertpapieren. Sie wurde maßgeblich vonStephen Rossentwickelt. Ross verwendete auch die Bezeichnung

Die APT lässt im Unterschied zum CAPM grundsätzlich auch mehrere Faktoren zu. Ein Sonderfall ist dasSingle-Index-Modell, das sich ebenso wie das CAPM auf einen Faktor beschränkt.

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze, die Faktoren der APT zu identifizieren. Zum einen kann man makroökonomische Kennzahlen heranziehen. Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass fnf Faktoren die Eigenkapitalkosten hinreichend genau erklären:

Weitere mögliche Faktoren sindGeldmengeÖlpreisBruttoinlandsprodukt. Der Zusammenhang zwischen Faktoren und den erwarteten Renditen wird dann mittels einerlinearen Regressionermittelt.

Ein zweiter Weg ist es, mit einerFaktoranalyseber die empirisch beobachteten Renditen verschiedener Wertpapiere synthetische Faktoren herzuleiten.

Das Arbitragepreismodell ist aufgrund von praktischen Problemen beim CAPM entwickelt worden. Das CAPM trifft sehr strenge Annahmen bezglich eines Marktgleichgewichts. Es wird angenommen, dass alle Anleger Anteile an einem Marktportfolio halten, dass also die relative Menge jedes einzelnen Wertpapiers in jedem Depot gleich ist. Aus diesem Marktgleichgewicht heraus resultiert ein Gleichgewichtspreis fr jedes Wertpapier, der von seinerKorrelationzum Marktportfolio abhängt. Das CAPM wäre also der Spezialfall eines APTs, das als einzigen Faktor den Preis des Marktportfolios kennt.

Diese Annahmen haben sich als praxisfremd herausgestellt. Zum einen ist das Marktportfolio sehr schwer zu identifizieren, zum anderen wuchs der Bedarf anökonometrischenModellen mit mehr als einem Faktor.

Gegenber dem CAPM verzichtet die APT auf drei sehr kritische Annahmen:

Anleger mssen nicht, wie beim CAPM, nach dem Bernoulli- bzw. (,)-Prinzip entscheiden.

Bei der APT ist keine Aussage ber die Risikoeinstellung der Anleger nötig.

Die Annahme des Kapitalmarktgleichgewichts beim CAPM wird bei der APT abgeschwächt: auf dem Kapitalmarkt drfen keine Arbitragemöglichkeiten bestehen. Daher ist die Kenntnis eines Marktportfolios bei der APT nicht mehr notwendig.

Wertpapierrenditen folgen einem Faktormodell.

Es gibt „sehr viele bzw. „unendlich viele Wertpapiere am Kapitalmarkt, so dass Anleger durch geeignete Diversifikation Portfolios ohne unsystematisches Risiko bilden können.

Die entscheidende Annahme des CAPM, dass sich der Markt in einem Gleichgewicht befindet und alle Anleger nur Anteile am Marktportfolio halten drfen, wurde abgeschwächt und durch die Annahme ersetzt, dass der Markt keine Möglichkeiten der Arbitrage mehr bietet.

. Campus Verlag, Frankfurt 2000 (Zusammenfassung).

The Arbitrage Theory of Capital Asset Pricing

Diese Seite wurde zuletzt am 21. Februar 2018 um 21:35 Uhr bearbeitet.

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